Die Armaturen in den klassischen Fahrzeugen arbeiten nach einem einfachen Prinzip.
Der Strom fliesst von der 12VDC Spannungsquelle (Batterie), über den Spannungsregler, durch das Anzeigeelement, den Sensor und anschliessend über die Masse zurück zur Spannungsquelle.


Der Ausschlag der Anzeige-Nadel ist, neben dem Widerstand des Sensors, abhängig von der Spannung, die über der Anzeige anliegt. Um eine möglichst genaue Anzeige zu erhalten, wird ein separater, vorgeschalteter Spannungsregler verwendet.
Der originale Spannungswandler funktioniert auf thermischer Basis. Der Strom durchfliesst ein Bimetall, welches sich erwärmt und den Stromkreis unterbricht. Danach kühlt das Bimetall wieder ab und schliesst nach einer kurzen Zeit den Stromkreis wieder. Dieser On-Off Puls führt, gemittelt zu einer tieferen Spannung, welche gemäss Werkstatthandbuch 5VDC betragen sollte.

Die Höhe der Spannung des originalen Spannungswandlers kann nur mit einem speziellen Messgerät oder einem Oszilloskop gemessen werden. Übliche Messgeräte sind nicht in der Lage pulsierenden Signale dieser Art zu messen.
Die Funktionsweise kann rudimentär mittels einer angeschlossenen Glimmlampe erfolgen. Hiermit kann aber nur geprüft werden die Zyklen gleichmässig sind, nicht aber die höhe der Spannung bestimmt werden.
Sollte der Spannungsregler defekt sein, kann dieser mit einem modernen DC-DC Konverter ersetzt werden. In meinem Fall habe ich zu Testzwecken einen einstellbaren DCDC Konverter verwendet.

Den Spannungsregler habe ich auf ein Stück Hartpapier-Platine gelötet und mit den korrekten Anschlüssen versehen.

Diese Art von Konverter generiert ein konstanteres Spannungssignal, im Gegensatz zum originalen Spannungsregler.
Mithilfe eines 10 Ohm Widerstands kann nun die Temperaturanzeige getestet werden. Der 10 Ohm Widerstand entspricht dem Widerstandswert des Temperatursensors, bei zu heissem Kühlwasser.

